Die globale Erwärmung: natürlich oder vom Menschen verursacht? Die Antwort auf diese Frage ist für Klimawissenschaft und -politik von entscheidender Bedeutung. Der Autor erörtert neueste Entwicklungen dieser Kontroverse und diskutiert die durch die chaotische Natur des Klimas bedingten Unsicherheiten der Klimamodelle. Er legt dar, wie diese überwunden werden können, präsentiert Neues zu Klimagate und Hockeyschläger-Grafik und diskutiert, warum die offiziellen Temperaturdaten nach 1979 keine Erwärmung zeigen.
Als Benedikt XVI. mit seinem Motu proprio Summorum Pontificum im Jahre 2007 die lateinische Messe nach Tridentinischem Ritus rehabilitierte, schlug das in der Öffentlichkeit hohe Wellen. Zusätzlich angefacht wurde die Debatte um vor- oder nachkonziliare Liturgie seit Januar 2009 durch den Streit um die Pius-Bruderschaft, zu deren Merkmalen die Pflege des alten römischen Ritus gehört. Dieses Buch dokumentiert den spannenden Schlagabtausch, den sich der Schriftsteller Martin Mosebach nur 72 Stunden nach Veröffentlichung des Motu proprio mit dem christlichen Philosophen Robert Spaemann, dem Kirchenhistoriker Arnold Angenendt und dem Liturgiewissenschaftler Albert Gerhards über den neu entfachten Streitfall «Lateinische Messe» lieferte. Ein sehr persönlich geprägter «Ritenstreit», der interessante Schlaglichter setzt.
Die Rolle der Großeltern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt – sie gehen heute nicht mehr wie selbstverständlich ihren familiären «Pflichten» nach und gestalten ihre "Best-Ager"-Lebensphase eigenständig. Und doch ist ihre Unterstützung in der Familie nach wie vor ein wichtiges Element: ob als aktive Mitglieder im Mehrgenerationen-Haushalt, als «Feiertagsgroßeltern» oder als «schnelle Eingreiftruppe» – dieser Ratgeber zeigt die erschiedenen Möglichkeiten des Miteinanders.
"Politiker haben kurze Beine" – dieser Titel ist angelehnt an das Sprichwort: Lügen haben blonde Beine. Viele Leute gehen heute nicht mehr wählen, weil sie wissen, egal, wen sie wählen, man wählt immer das größere Übel. Ich gehe immer wählen. Ich will selbst bestimmen, von wem ich die nächsten Jahre angelogen werde. Politik verdirbt den Charakter – sofern man einen hat. Lassen Sie sich in eine satirische Betrachtung unserer Politiker und ihrer wahltagorientierten Politik hineinführen und lachen Sie mit den einfachen, zum Teil skurrilen Angehörigen eines kleinen badischen Dorfes über die Tücken des Alltags und der abriebigen Ehen; Sie wissen ja, eine gute katholische Ehe ersetzt das Fegefeuer. Die Evangelischen haben Pech gehabt. Die kommen direkt in die Hölle. Oder war es umgekehrt? Sie werden feststellen, Lachen macht das Leben erträglicher. Und bei uns im Dorf gibt es viel zu lachen. Nicht nur über Politiker. Obwohl, manchmal könnte man das Heulen kriegen, wenn man sie sieht. Viel Spaß!
Herman van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates und eine der profiliertesten christlichen Persönlichkeiten Europas, ist studierter Betriebswirt und Philosoph. Als schreibender Politiker steht er in der Tradition der großen Essayisten. In diesem Buch stellt er kritische Fragen an das moderne Europer, nicht wenige als provozierend empfinden werden: Was hat uns Europäern die Moderne gebracht? Wie leben wir unsere Werte? Sind wir glücklich? Van Rompuys pointierte Analysen decken die Widersprüche unseres Weltbilds auf. Gegen die Rastlosigkeit unseres Alltags, gegen die Ökonomisierung aller Lebensbereiche setzt er die inspirierende Kraft des christlichen Denkens und Handelns.
In der badischen Provinz, zwischen stinkenden Gerbgruben und ratternden Dampfmaschinen, lebt hochherrschaftlich die reiche und angesehene Familie Steingoetter. Als Fabrikbesitzer und Clan-Chef Heinrich unter mysteriösen Umständen seinen Tod im Wald findet, ändert sich das Leben seiner Frau Anna schlagartig. Ihre beiden Söhne haben nicht die geringste Absicht, die Position des Vaters einzunehmen, lieber leben sie intensiv und sinnenfreudig in der Hauptstadt Karlsruhe. Anna Steingoetter übernimmt kurzerhand die Leitung des Unternehmens. Überraschend schleicht sich mit dem Besuch ihrer Nichte Philine aus der Schweiz eine neue Dimension in das Leben der Familienmitglieder.
Karin Hirn überträgt in ihrem neuen Roman das klassische Motiv von Tristan und Isolde in die Gründerzeit des 19. Jahrhunderts. Sie erzählt – nach realen Begebenheiten zwischen Heidelberg und Lausanne – eine berührende Geschichte über starke Frauen und die Macht von Liebe und Kunst vor der harten Alltagskulisse des Gerberhandwerks.
Ferdinand Schmidt galt im alten Preußen des 19. Jahrhunderts als umtriebiger «Volkspädagoge» und einflussreicher Schriftsteller. Zumindest letzteres meinte Schmidt von seiner Wenigkeit glauben zu dürfen. Die zeitgenössische Literaturkritik war sich da nicht immer einig, aber darüber konnte man großzügig hinwegsehen, denn wer durfte sich schon anmaßen, die Qualität Schmidtscher Gedanken und Formulierkunst wirklich in voller Größe bewerten zu können? Allenthalben bekannt geworden ist er mit seinem opulenten Werk der «Preußischen Vaterlandskunde für Schule und Haus», erschienen in Breslau 1846. Der schmale Ruhm drohte bereits zu verblassen, als er sich fiebernd seinem neuen Projekt zuwandte: eine Berlinische Geschichte anhand der Biografien zugewanderter Persönlichkeiten, in deren Mittelpunkt der Apotheker und Fabrikant chemisch-pharmazeutischer Präparate Ernst Schering steht (* 31. Mai 1824 in Prenzlau; † 27. Dezember 1889 in Berlin). Schering galt Schmidt als Schlüsselfigur und bewundernswertes Beispiel für den Aufstieg der preußischen Hauptstadt als politische Kraft, aber auch als Zentrum von Industrie und Wissenschaft.
Entstanden ist ein ebenso auf- wie anregendes Stück literarischen «Histotainments», der Vermengung von historischer Information mit Unterhaltung. Eine Zeitreise zurück ins Berlin des 19. Jahrhunderts, in dem auch viel geliebt und gelitten wurde. Ein Kaleidoskop des alten Berlin.
"Dieses Nest dient zu nichts, als den Plan der Stadt Karlsruhe ganz zu verderben und zu verunstalten", lautete Ende des 18. Jahrhunderts das vernichtende Urteil in einem geografischen Lexikon über die Siedlung «Klein-Karlsruhe». Ursprünglich lebten hier die Handwerker und Lohnarbeiter, die nach 1715 die neue Residenz des Markgrafen aufgebaut hatten. Ohne Plan und stattdessen nach Bedarf entstand eine Ansiedlung mit eher dörflichem Charakter aus einfachen eingeschossigen Häusern, Steinbaracken und Bretterhütten, die erst 1812 eingemeindet wurde. Später prägten die zahlreichen Gaststätten, Amüsierbetriebe und das Rotlichtviertel das Bild des Stadtteils, das der Volksmund «Dörfle» taufte.
"Ich bin dort groß geworden, in diesem unhygienisch lebendigen, tariflosen badischen Sodom, habe die Schwabenliesl gekannt, als meine Nase eben zu deren Bauchnabel reichte. Schuster und Sattler hat es gegeben für die Absätze und Handtaschen der Frauen, eine Seilerei für den letzten Strick oder die Wäscheleine quer durch die Küche, gutgelaunte Briefträger und Taxifahrer, Pfandhäuser, massenhaft Wirtschaften mit dicken Frauen zum Anfassen, Männergejohle, Geschrei von pfälzer Französinnen, Geldscheinblättern in dusteren Ecken, deutsche und amerikanische Polizei, und im Polizeifunk hilflose männliche Personen vor Roederers Korallengrotte oder der Roten Laterne." HARALD HURST
Mit Texten von Anselm M. Schmidt, Emil Frommel, Rudolf Schlichter, Kurt Kranich, Roland Lang, Regine Kress-Fricke, Rudolf Stähle, Kuno Bärenbold, Harald Hurst, Wolfgang Burger und Doris Lott.
Eltern und Kinder – für viele Menschen ist das die einzig verbliebene lebenslange Bindung. Die Beziehung zueinander hat sich dabei entscheidend gewandelt; Kinder leben heute auf Augenhöhe mit den Erwachsenen, sie sind der Lebensmittelpunkt ihrer Eltern. Das prägt auch das Erziehungsverhalten: Den Kindern Zukunft zu geben ist den Eltern Wunsch und Verpflichtung zugleich. Doch wie geht man das erfolgreich an? Ein moderner Erziehungsratgeber mit vielen Hintergrundinformationen über die Lebensgewohnheiten von Kindern heute.
Rupert Spira lädt dazu ein, die Welt mit neuen Augen zu sehen – ganz von der eigenen Erfahrung ausgehend. Erfahrung meint er in einem ganz radikalen Sinne, als «reine Erfahrung» ohne subjektive Wertungen, nicht verfälscht durch Interpretationen. Mit einer Reihe von «Experimenten» lässt Spira seine Leser diese reine Erfahrung konkret erleben. Von dieser eigentlichen Quelle der Erkenntnis führt der Autor zu einem tiefgreifenden, erweiterten Verständnis von Erfahrung und Bewusstsein. Am Ende der Reise wird klar, dass es nur Bewusstsein gibt und nichts außerhalb von Bewusstsein. Ob Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Zen, Sufismus, Judentum oder Advaita-Vedanta – allen großen spirituellen Traditionen ist dieses Prinzip gemeinsam: Bewusstsein ist alles. Und diese Erkenntnis – sobald sie konkret erlebt und erfahren werden kann – schafft Raum im persönlichen Erleben und befreit unmittelbar von Ballast und Beschränkungen. Alle, die tiefer einsteigen wollen, lernen hier ein neues Herangehen kennen: Wenn unsere Identifizierung mit dem, was wir «Ich» nennen, sich auflöst, wenn unser Bewusstsein sich in diesem Sinne erweitert, entfaltet sich unser Leben mit innerem Frieden und Leichtigkeit.