Название | Rückkehr der Gerechtigkeit |
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Автор произведения | Anno Dazumal |
Жанр | Языкознание |
Серия | |
Издательство | Языкознание |
Год выпуска | 0 |
isbn | 9783738024159 |
Doch kurze Zeit später tauchte ein Mann auf und ließ alle Jugendlichen zu sich kommen. Als alle da waren, begann er zu erzählen: „Ab nächster Woche finden die Fußballstadtmeisterschaften für alle Jugendlichen aus Neu Delhi statt. Auch Euer Heim darf mit einer Mannschaft daran teilnehmen. Es spielen wie im richtigen Fußball elf Spieler, darunter ein Torwart. Ihr könnt auch Auswechselspieler mitnehmen, aber das ist kein Zwang. So, wer von Euch will denn gerne dabei mitmachen?“ fragte er und zog einen Stift und einen Zettel hervor. „Da brauchen wir erst gar nicht lang diskutieren. Wir haben bereits eine Mannschaft“, meldete sich ein Junge zu Wort und zeigte auf sich und zwölf weitere Jugendliche. „Moment mal! Das lassen wir uns nicht gefallen. Wir wollen auch bei den Stadtmeisterschaften mitmachen“, entschied Nathu. „Ihr haltet die Klappe! Ihr habt hier nichts zu sagen!“ rief sein Gegenüber. „Einen Augenblick. Alle haben grundsätzlich das Recht, dabei mitzumachen. Da ich sehe, daß Ihr fast zwei Mannschaften hättet, schlage ich vor, daß wir ein Ausscheidungsspiel machen. Der Gewinner nimmt an den Stadtmeisterschaften teil, der Verlierer nicht“, erläuterte der Mann und erntete für seinen Vorschlag bei Shankar und seinen Freunden Zustimmung, im anderen Lager Ablehnung. „Was soll die Scheiße? Wir leben hier schon seit Jahren und die sind erst gestern gekommen. Da steht doch fest, wer spielt“, maulte einer der Jugendlichen. „Ihr habt doch nur Angst, daß Ihr gegen uns verliert“, konterte Rahul. „Reißt nur nicht Eure Klappe so weit auf! Gegen uns habt Ihr eh keine Chance“, erwiderte ein Anderer. „Also, paßt auf! Wir machen das Spiel heute Abend um sechs Uhr. Ich mache den Schiedsrichter und Ihr könnt Euch sicher sein, daß ich absolut neutral sein werde. Wir spielen zwei mal 30 Minuten und wenn es dann unentschieden steht, dann gibt es ein Elfmeterschießen“ verkündete der Mann. „Haben sie einen Fußball für uns? Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, daß uns die keinen geben werden“, vermutete Shankar. „Fragt Lucia. Ich glaube, die hat noch einen“, antwortete der Mann und ging daraufhin. „Leute, hört mir mal zu. Wenn wir heute abend wirklich eine Chance haben wollen, dann brauchen wir eine gute Taktik“, begann Rahul. „Was ist eine Taktik?“ wunderte sich Raja. „Ich weiß, daß Ihr ziemlich gut Fußball spielen könnt, aber da gehört noch mehr dazu. Ihr müßt beim Spielen auch mitdenken. Vor allem muß jeder genau wissen, was er zu tun hat. Darum werden wir erst einmal die Positionen festlegen“, argumentierte Rahul, der zweifellos am meisten von jenem Sport verstand. Er hatte schon ein paar Fußballspiele gesehen und so wußte er doch ein wenig, wovon er sprach. Es dauerte eine Weile, bis sich jeder eine Position ausgesucht hatte. Erst danach fuhr Rahul fort: „Also paßt auf! Die Abwehrspieler haben vor dem Tor des Gegners nichts verloren.“ „Warum nicht?“ fragte Parwez. „Weil sie dann in der Deckung fehlen und es dem Gegner leichter machen, ein Tor zu schießen“, antwortete Rahul. „Es gibt beim Fußball ein paar Regeln. Der Ball darf außer vom Torwart nicht mit der Hand berührt werden.“ „Klar, sonst hieße es ja Handball“, meinte Nathu grinsend. Gelächter kam auf. „Richtig. Außerdem darf man dem Gegner den Ball nur mit fairen Mitteln abnehmen, ihn also am besten nicht berühren, weil es sonst Freistoß für den Gegner gibt. Wenn der Ball im Toraus ist, gibt es entweder Eckball oder Abstoß. Wenn er im Seitenaus ist, dann gibt es Einwurf. Alles klar?“ wollte Rahul wissen. Um ihn zu beruhigen nickten alle. Kurz darauf holten sie sich von Lucia einen alten Ball. Außerdem zog sich jeder ein Paar Schuhe an, weil man damit doch besser spielte als mit den Sandalen. Nun gab es auf dem Fußballplatz des Heimes ein seltenes Bild zu sehen. Auf der einen Seite des Platzes trainierten die Einen, auf der anderen Seite trainierten Rahul und seine Leute. Man vermied es, zum Gegner zu schauen, sondern konzentrierte sich auf das eigene Spiel. Alle warteten gespannt auf den Abend. Es würde für Shankar und die Anderen das erste richtig ernsthafte Spiel werden und deshalb waren sie doch ein wenig aufgeregt. Denn sollten sie verlieren, dann wäre sofort alles vorbei.
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