Название | Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft |
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Автор произведения | Simone Stöhr |
Жанр | Языкознание |
Серия | |
Издательство | Языкознание |
Год выпуска | 0 |
isbn | 9783847651505 |
Cathy wartete bereits ungeduldig, dass Mike wieder zurückkam. Ihr ging es zusehends schlechter und sie brauchte ihn dringender denn je, um weiter durchzuhalten. Ihr war kalt und Schweiß rann aus allen Poren an ihrem Körper hinunter. Schnell war sie durchnässt und ihr Magen schien auch noch zu rebellieren. Länger konnte sie nicht mehr durchhalten. Die Schmerzen waren zu groß und viel zu stark um sie länger ertragen zu können! Einzig Mike war ein Grund es überhaupt noch weiter zu versuchen. Ihm wollte sie etwas beweisen. Und deshalb brauchte sie ihn ganz schnell hier – hier bei ihr. Alleine würde sie aufgeben, das war Catherine absolut klar! Als ob auch ihr Körper dessen Erkenntnis bewusst war, stieg ihr die Magensäure den Hals hinauf und sie spürte schon den bitteren Geschmack im Mund, ehe sie schnell genug aus dem Bett hechten konnte. Mit der Hand vor dem Mund versuchte sie das meiste des Übels zu verhindern und rannte, so schnell sie konnte ins Badezimmer. Schwallartig erbrach sie die eben noch heißbegehrten Sandwiches und hatte mit starken Krampfanfällen, bis hin zu Magenkrämpfen zu kämpfen. Ihr war als würde sich ihr Innerstes nach außen kehren. Zärtlich kamen Hände hinter Cathy hervor und nahmen ihre Haare aus dem Gesicht, um sie vor der Kloschüssel zu retten. Cathy war sich sicher, dass es nicht Mikes Hände waren, doch wer der Besitzer der Hände war, ließ sich gerade schlecht herausfinden. Ihr Körper war nicht mehr zu kontrollieren. Die Muskeln spielten verrückt und auch, wenn kein Mageninhalt mehr vorhanden war, so hörte der Reiz des Würgens noch lange nicht auf. Gerne hätte sie sich umgedreht und ihren Engel in der misslichen Lage gedankt, doch auch die Sprache, war ihr bis auf ein röcheln und stöhnen nicht mehr möglich. Das war es wovor sie immer Angst hatte und oft genug schon zu hören bekam. Und jetzt wusste sie, warum ein entkommen von den Drogen so schier unmöglich war. Kein Mensch hielt diese Schmerzen und diese Kontrolllosigkeit bei klarem Verstand lange genug aus, um es zu schaffen. Es war als steckte ihr Verstand im Gefängnis ihres Körpers und wurde ununterbrochen gefoltert ohne, dass sich ihr Verstand nur annähernd dagegen wehren konnte. Sie wurde für sich selbst zum größten Feind, der nur zu gerne den Drogen wieder nachgab, sobald er die Folter nicht mehr aushielt. Es war frustrierend, gerade in diesem Moment des Loskommen-Wollens, diese Erkenntnis zu machen. Und zu wissen, dass jede Anstrengung, die sie jetzt unternahm, ihr Leiden nur verlängern würde. Es gab keinen Ausweg und wenn sie daran glaubte, machte sie sich nur etwas vor. Warum also sollte sie weiterhin leiden? Es machte keinen Sinn! Das musste auch Mike einsehen. Sie hatte ihr Leben verspielt und war selbstschuld daran. Jetzt musste sie auch die Konsequenzen tragen und mit Kerlen schlafen, die sie anwiderten. Und trotz allen Ekels, kam ihr das im Vergleich zu der jetzigen Situation noch recht harmlos vor. Sie hatte sich kurz vom Brechreiz erholen können, doch schon bald holte sie eine neue Welle heim, begleitet von Magenkrämpfen und einem brennen im Hals, welches durch die viele Säure verursacht wurde. Die wortlose, aber dennoch verständnisvolle Person im Hintergrund strich ihr sanft über den Hinterkopf und den Rücken hinab. Cathy spürte die Wärme, die die Hand an den Stellen, die sie berührte, zurückließ. Es kam ihr komisch vor, aber genau diese simplen Berührungen stärkten sie und halfen ihr neuen Mut zu schöpfen. Es war als würde die Hand ihre Seele streicheln. Und dabei wusste sie noch immer nicht, wem diese Hand gehörte. War es Laura oder doch diese ungewöhnliche Frau, die auch Mike in ihren Bann gezogen hatte? Nur Augenblicke später, klopfte es an der Tür und sie erkannte Mikes Stimme, auch wenn sie ihn nicht verstand. Die Tür wurde von der Person hinter ihr geöffnet und sie erkannte Mike, der sie erschrocken anstarrte. Die versprochenen Schlaftabletten hatte er fest umklammert, während er die Situation zu realisieren versuchte. Cathy konnte an seinem erschrockenem Gesicht sehen, dass er vermutet hatte, dass sie geflüchtet war. Und irgendwie, konnte sie es ihm auch nicht einmal übelnehmen. Sie hatte immerhin schon ein paar Mal die letzten Stunden daran gedacht, weil sie dringend Drogen brauchte. Sie schämte sich für ihre Gedanken und sie schämte sich auch, dass er sie jetzt so sah. Endlich hörte Cathy auch die sanfte Stimme, die zu der liebevollen Person hinter ihr gehörte. Sie sprach in einer anderen Sprache, die Mike mühelos beherrschte. Seine vielen Reisen kam ihm da sicherlich zugute, vermutete Cathy. Sie wusste nicht, was gesprochen wurde, aber sie konnte deutlich heraushören,