Название | Wege des Himmels |
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Автор произведения | Juna Aveline B. |
Жанр | Языкознание |
Серия | |
Издательство | Языкознание |
Год выпуска | 0 |
isbn | 9783847631866 |
Natürlich weiß ich, dass unsere Beziehung nicht einfach ist, vor allem weiß ich, dass Marle es mit mir nicht einfach hat. Ich merke, dass ich ihr momentan nicht alles geben kann, was sie sich wünscht. Ich bin noch nicht so weit, ich will die Verantwortung für eine Familie einfach noch nicht übernehmen so lange ich noch studiere. Und ich könnte auch mehr Zeit mit ihr verbringen, wenn ich das Tischtennisspielen ganz aufgeben würde, aber ich glaube, dann würde ein Teil von mir sterben. Seit ich mich erinnern kann, habe ich immer Tischtennis gespielt, es gehört zu mir, ist ein Teil von mir. Nicht nur das: Wenn ich Tischtennis spiele bin ich einfach ganz bei mir selbst. Alle Gedanken fallen von mir ab. Es hilft mir, Kraft zu tanken. Nach dem Tischtennistraining kann ich mich zum Beispiel wunderbar auf die zu schreibenden Hausarbeiten für mein Studium konzentrieren. Ohne Tischtennis zu spielen wäre ich wahrscheinlich irgendwie nur ein halber Mensch. Irgendetwas würde mir fehlen. Ich weiß nicht, ob Marle das tatsächlich versteht – jedenfalls hat sie mich bisher nie darum gebeten mit dem Tischtennis aufzuhören, um mehr Zeit für sie zu haben. Andererseits will sie die Zeit, die ich mit Tischtennis verbringe auch nicht mit mir teilen. So oft habe ich ihr angeboten zum Training mitzukommen, zu Spielen oder Veranstaltungen vom Verein aus. Jedes Mal hat sie abgelehnt. Inzwischen frage ich nicht mehr.
Aber zum Glück hat Marle es aufgegeben zu schmollen. Am Sonntagmorgen habe ich ihr noch zigmal erklärt, dass wirklich alles in Ordnung mit mir sei, dass alles gut sei und dass ich sie liebe.
Und nachdem wir dann die heiklen Themen über unsere Familienplanung und meine momentane Verfassung beiseite geschoben hatten, widmeten wir uns der Aussicht auf unseren Urlaub, stellten uns vor, wie es sein würde, wie wir tagsüber die sonnigen Skipisten hinunterfahren, abends bei meiner Oma im Wohnzimmer am Kamin sitzen und erzählen würden.
Wir hielten uns noch lange im Arm. Es tat gut zu spüren, dass uns trotz dieser scheinbar kleinen, letztlich aber doch entscheidenden Differenz wegen der Familienplanung so viel verband, dass wir uns wichtig waren, einander liebten.
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