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Schrift, Wort und Ikone

Micha Brumlik

"Je nachdem, ob sich eine Kultur im Modus der Rede und der Wechselrede, des Lesens und Schreibens oder des Bildens und Schauens versteht, wird sich ihre Haltung zu Zeit und Geschichte, zu Sinn und Moral sowie zu ihren Gottes- und Menschenbildern unterschiedlich ausprägen. Dabei steht nicht in Frage, dass in allen Kulturen gesprochen und gebildet, in manchen auch geschrieben und gelesen wurde, vielmehr untersucht Micha Brumlik, in welchem Ausmaß diese Tätigkeit das Selbstverständnis der in ihr wirkenden Menschen formte. Er zeigt, dass es hierbei nicht um Vorlieben oder Stilfragen, sondern um das geht, was überhaupt 'Selbstverständnis', 'Weltbezug ', 'Denken', ja sogar, was 'Glauben' heißen kann."

Bildung und Glück

Micha Brumlik

Gerechtigkeit, Mut, Klugheit, Besonnenheit sowie Glaube, Liebe, Hoffnung – in welcher Weise hat der überkommene Tugendkatalog immer noch Gültigkeit und wie bewährt er sich innerhalb der heutigen Zeit? Das sind die zentralen Fragen dieses Buches.
Micha Brumlik, Autor zahlreicher erziehungs- und kulturwissenschaftlicher Bücher, analysiert die Bedingungen und Möglichkeiten der Entwicklung sozialen Verhaltens und unternimmt dabei den Versuch, den Zusammenhang von Moral, Glück, Gefühlen und der Bildung des Individuums neu zu formulieren. Dabei versteht er den Begriff »Tugend« im Sinne des lateinischen »virtus«, also als Fähigkeiten und Handlungskompetenzen, über die Individuen verfügen müssen, um sich gesellschaftlichen Zumutungen gegenüber zu behaupten und ein glückliches Leben im Verein mit anderen anstreben zu können.

Vernunft und Offenbarung

Micha Brumlik

Trotz oder gerade wegen ihrer verschiedenen Zugangsweisen ist durch neuere Schriften von Jürgen Habermas, John Rawls oder Thomas Nagel ein neues Interesse an Religionsphilosophie entstanden, denen Micha Brumlik in einem ausführlichen Nachwort zu dieser Neuauflage seiner eigenen religionswissenschaftlichen Studien Rechnung trägt.
Micha Brumlik geht es – in Auseinandersetzung mit so unterschiedlichen Denkern des 20. Jahrhunderts wie Hermann Cohen und Leo Baeck, Ernst Bloch und Herbert Mead, Hannah Arendt und Carl Schmitt – um den Nachweis, dass spezifisch jüdische Motive über den Begriff der Offenbarung hinaus einen rationellen Kern enthalten. Seine eindringlichen Reflexionen nach jüdisch-christlichen Quellen philosophischen und politischen Denkens weisen so auch der Moralphilosophie neue Wege.

Aus Katastrophen lernen?

Micha Brumlik

Was kann es heißen, aus der Geschichte zu lernen? Kann zeitgeschichtliche Bildung, das Lehren der Geschichte des Holocaust, zum Paradigma für das Lernen aus der Geschichte werden? Lassen sich durch das Lehren dieser Geschichte die Vermittlung und Festigung moralischer Werte wie Toleranz und gegenseitige Achtung fördern? Micha Brumlik erörtert diese Fragen, die für die öffentliche Gedenkkultur von entscheidender Bedeutung sind, sowohl systematisch als auch auf der Basis empirischer Studien. Er reflektiert das Funktionieren von Geschichtsschreibung sowie die individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen von Erinnerung und historischem Verstehen und fragt nach den Bedingungen, unter denen eine Auseinandersetzung mit dem Holocaust stattfindet. Damit stellt Aus Katastrophen lernen? zugleich eine Einführung in die Didaktik zeitgeschichtlicher Bildung dar, deren Grundlagen hier systematisch entfaltet werden.

Kritik des Zionismus

Micha Brumlik

Micha Brumlik legt hier die Wurzeln der jüdischen Siedlungsbewegung im europäischen Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts frei und fragt nach den faktischen, moralischen und kulturellen Bedingungen, unter denen das jüdische Volk sich »zu einer modernen Nation mit einem modernen Nationalstaat« bildete. Zahlreiche Stimmen u.a. von Theodor Herzl, Hermann Cohen und Hannah Arendt die das Projekt der zionistischen Staatengründung von Beginn bis in die Gegenwart begleitete, unterzieht er einer kritischen Reflexion. Trotz seiner grundlegenden »Kritik des Zionismus« setzt sich Micha Brumlik für unbedingte Solidarität mit dem israelischen Volk ein und plädiert für eine pragmatische, an den Realitäten des Nahen Ostens orientierte Politik.