Das letzte Werk des großen Sir Isaac Newton, seine Berichtigung der antiken Chronologie, führt die Physikerin Sandra Bossi und den Kunsthistoriker Norbert Terrarius auf eine Spur, der sie bis zum Ende folgen müssen. Vieles, was sie als gesichert angesehen haben, erweist sich dabei als irrig. Was berichtet die Geschichte? Was sagen die Naturwissenschaften? In immer rascherer Folge finden sie neue Puzzlesteine, welche die Beobachtungen Newtons bestätigen. Aber wie konnte es zu dieser Verwirrung der Jahreszahlen kommen? Die Spuren weisen nach Konstantinopel, ins 10. Jahrhundert … Hans-E. Korth, Jahrgang 1945, war 25 Jahre lang als Leitender Berater für Messtechnik eines führenden Computer-Herstellers tätig. In seinem neuen Buch gelingt es ihm auf anschauliche und unterhaltsame Weise, die uns überlieferte Geschichte der Antike und des Frühmittelalters auf ihre Stimmigkeit hin zu überprüfen.
Es gibt viel Bemerkenswertes in Weltgeschichte und Gegenwart, so manches davon geschah und geschieht in kleinen Städten, Kleinstädten, der sogenannten Provinz. In wie vielen der heutigen Metropolen und Großstädten aber geschah und geschieht gar nichts? Aus dieser Überlegung ist ein launiges Buch über das Mit-, Neben- und Übereinander in kleinen Städten entstanden. Auf unterhaltsame Art werden historische und aktuelle Ereignisse unter heftigem Augenzwinkern mit heutigen Gegebenheiten verglichen, ins Verhältnis gesetzt und respektlos kommentiert, so dass sich Ihnen am Ende nicht die Frage stellt ob, sondern wann Sie die Perle Sachsens besuchen werden. „Es war ein Vergnügen, das Buch ‚am Stück' zu lesen. Einige Anmerkungen konnte ich mir nicht verkneifen. Grüße an ihre Gattin! Sie kommt in dem Buch nicht ‚gut' weg. Aber gerade das macht sie liebenswert. MfG. Tylo Peter.“
Mehr als drei Jahrhunderte lang war das französische Sprachgut in Berlin im täglichen Umlauf. In verschiedenen Zeiten haben Franzosen in der Stadt gelebt und Einfluss auf das Berlinerische, den Berliner Jargon, genommen. Hugenotten, französische Revolutionsemigranten und Besatzungssoldaten haben nachhaltige Spuren in der Sprache hinterlassen. Ewald Harndt zeigt in dieser kleinen Einführung auf unterhaltsame Weise die historischen Ursprünge der sprachlichen Entwicklung auf und erläutert die Herkunft einzelner Begriffe und Redewendungen. Dabei sind es vor allem schnoddrig-zugespitzte Wendungen, die das Berlinerische kennzeichnen. Hierin kommt nicht nur die Vorliebe für neue Wortbildungen zum Ausdruck, sondern auch eine geradezu kindliche Freude, französische Laute in den Redefluss einzuflechten.
Hitlerjugend und Freie Deutsche Jugend – staatlich organisierte Jugendorganisationen unter zwei diktatorisch orientierten Systemen. Nicht nur historisch sondern unter Einbeziehung von Pädagogik, Soziologie und kultureller Entwicklung wird von einer Autorin der neuen Generation die schwierige Problematik des Versuchs der ideologisch beeinflussten Einheitserziehung der Jugendlichen in der NS-Zeit und im Komplex der DDR interessant und erkenntnisreich dargestellt und untersucht. Denn nichts darf vergessen werden, damit nicht neuer Missbrauch irgendwann wiederkehre!
Vahid Monjezi kam 1977 im nordöstlichen IRAN in der Provinz Khorasan zur Welt, wuchs in der Stadt Mashhad auf und hat dort die Schule besucht. Er machte sein Abitur und diente in der Armee. 1999 absolvierte er seine Ausbildung zum Filmregisseur an der Iranian Youth Cinema Society. Er arbeitete an Drehbüchern, Kurzgeschichten und Gedichtbänden über soziale Themen, die aber wegen der staatlichen Zensur nicht veröffentlicht werden durften. 2003 übersiedelte er nach Deutschland. Sein Debüt-Roman „Meine Geparden sind auf dem Weg“ ist die Geschichte eines Volkes, das seit 1979 unter einem Mullah-Regime mit Angst und Schrecken in Iran leben muss. Es ist die Geschichte von ein paar Freunden, die zusammen in dem religiösen Staat aufwachsen, aber versuchen ihren eigenen Weg zu finden. Sie beginnen zu zweifeln an dem, was ihnen jahrelang erzählt wurde.
Eine Begegnung ruft bei Moiria Erinnerungen wach, die nicht aus unserer Zeit stammen, sondern gut 2500 Jahre zurückliegen und zu Schauplätzen in Mesopotamien und im alten Ägypten führen … zu real und zu vertraut, um sie wieder zu vergessen:
In einem als Handelsbeziehungen getarnten Machtgefüge wird die junge Moiria zum Spielball einer Intrige. Als Adoptivtochter einer Hohepriesterin soll sie eine sogenannte heilige Hochzeit eingehen, um ein politisches Bündnis zu festigen. Als sie nach einer abenteuerlichen Reise dem Pharao Kushs gegenübersteht, ist sie ihm alles andere als willkommen. Weder ihre Vertrauten noch ihre Adoptivmutter können verhindern, dass sie in einen Strudel aus Machtgier, Eifersucht und Magie gerissen wird …
Die Folgen der Ereignisse wirken über die Zeit fort, bis Moiria eines Tages die Erinnerung wach ruft und die alten Fäden zu entwirren beginnt. Sie führen erneut zu den Personen, mit denen sie damals verbunden war. Doch können und wollen die anderen sich auch an Moiria erinnern?
Sir Edward Bulwer-Lytton, bekannt durch seine Werke «Zanoni», «Das kommende Geschlecht» und «Die letzten Tage von Pompeji» folgt im «Lebenselixier» (1862 unter dem Titel « A strange Story» erschienen) den Lehrsätzen des altehrwürdigen, geheimnisvollen Ordens der Rosenkreuzer. Dem Orden, dem wahrscheinlich auch Bulwer-Lytton angehörte, wird nachgesagt, dass seine Mitglieder durch «vollendete Lebenskunst» und ein ganz aussergewöhnliches Maß an Wissen aus der Naturwissenschaft und Philosophie ein Mittel gefunden haben wollen, das menschliche Leben vor Krankheit, Alterung und Tod zu schützen und dass sie – durch ihre Kunst – so lange zu leben vermochten, wie das Leben ihnen Genuss und Freude bot, kurz – das Lebenselixier gefunden zu haben.
In diesem Roman, der im frühen 19. Jahrhundert spielt, trifft ein Arzt auf Margrave, einen undurchsichtigen Schüler des Okkulten. Dieser wirft seinen Schatten über die gesamte Handlung, auch über Fenwicks Liebe zu Lilian Ashleigh, einer jungen Dame der Gesellschaft, hinter deren Hang zum Mystischen sich eine ausserordentliche Fähigkeit verbirgt.
Bulwer- Lytton sagte dazu: «Es ist ein Roman und ist es nicht; es ist eine Wahrheit für die, die es verstehen können und eine Phantasterei für die, die es nicht können». Treffender kann man «Das Lebenselixier» nicht charakterisieren.
Farbenprächtiges Spektakel mit frischem Anstrich Vom höchsten religiösen Fest im Kalender Roms für den obersten Staatsgott Iuppiter Optimus Maximus bis zur Krönung des militärischen Erfolgs eines Feldherrn, der Gottgleich gefeiert wurde – so könnte man kurz gefasst die Entwicklungsgeschichte des römischen Triumphs umreißen. Doch würde man damit der Bedeutungstiefe der Siegesfeier schlechthin kaum gerecht. Inschriften, wie die fasti triumphales führen in langen Listen die Triumphatoren seit Romulus dem mythischen Gründer Roms auf. Auch literarische Quellen widmen den triumphalen Feiern und ihren Helden episch breite Ausführungen. Treffliches wurde auch in der neueren Literatur zum römischen Triumph geschrieben. Der Autor des vorliegenden Bandes aber folgt einem anderen Weg und analysiert, der Erfolgsgeschichte seiner Werke „Die Trajanssäule in Rom“ und „Die Prätorianer“ folgend, auf der Grundlage farbiger Bildrekonstruktionen flankiert durch die Berichte literarischer und inschriftlicher Quellen sowie archäologischer Materialien die Darstellungen auf römischen Ehrenbögen und „Siegessäulen“ zum Thema Triumph. Wie sahen die römischen Feldherren bei ihren Siegesfeiern wirklich aus? Zogen die Triumphatoren tatsächlich in goldenem Panzer und Fanfarenzug durch Rom? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Fragen räumt der Autor manch herkömmliche Deutung zum Ablauf römischer Siegesfeiern aus.
Daisy Koeb wurde 1927 in Wien geboren. Wie viele jüdische Kinder musste sie im Frühjahr 1939 ihre Heimat verlassen. Die Eltern schickten sie nach Schweden, um sie vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen. Erst am 23. Mai 1946 sahen sich Mutter und Tochter im Hafen von Haifa wieder. Die übrige Familie ist in alle Winkel der Erde zerstreut worden, viele Verwandte sind in Konzentrationslagern umgekommen. Was blieb, waren Briefe, in denen sich das Schicksal der Autorin und das der ihr nahestehenden Menschen widerspiegelt. Es sind sehr persönliche Zeilen aus den Jahren 1890 bis 1946, die Daisy Koeb veröffentlicht hat. Sie zeigen, wie der Wunsch der Familie, ein ganz normales Leben zu führen, zunehmend erschwert und während der Kriegsjahre und des Terrors der Nationalsozialisten schließlich gänzlich zunichte gemacht wird. Das Buch beschreibt den Verlust der Jugend, das Erwachsenwerden und die unerschütterliche Hoffnung, eine neue Heimat zu finden. Die Originaldokumente befinden sich in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem.
Hochgewachsen, elegant ist er, ein wahrer Wiener Gentleman, interessiert an Literatur und Musik – ein „Traum von einem Mann“. Im Frühjahr 1940 verlässt Amon Leopold Göth die Familie und bricht auf in den „Gangster Gau“ des großmäuligen Hans Frank, hier winken Abenteuer und Karriere: Im Februar 1943 wird Göth zum Kommandanten des Zwangsarbeitslagers Plaszów bei Krakau ernannt. 500 Tage wird er als „König von Plaszów“ herrschen, Herr über Leben und Tod sein, gefürchtet von Zehntausenden, die schutzlos seiner entsetzlichen Lust am „Abknallen“ und „Umlegen“ ausgesetzt sind … Johannes Sachslehner zeichnet das packende Porträt eines Mannes, der in den österreichischen Geschichtsbüchern zwar noch immer verschwiegen wird, international aber – nicht zuletzt durch Steven Spielbergs oscargekrönten Film „Schindlers Liste“ – als Inbegriff des Nazi-Bösen gilt. Ein beklemmender Geschichts-Thriller, der in die zynische Welt eines SS-Mörders führt, in der das Töten Alltag und das Überleben zum Wunder wurde.