Der undankbare Kontinent?. Группа авторов

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Название Der undankbare Kontinent?
Автор произведения Группа авторов
Жанр Зарубежная публицистика
Серия
Издательство Зарубежная публицистика
Год выпуска 0
isbn 9783867549608



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      Peter Cichon, Reinhart Hosch,

       Fritz Peter Kirsch (Hg.)

      Der undankbare Kontinent?

      Afrikanische Antworten auf

       europäische Bevormundung

      Argument Verlag

      Wir danken der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Dekanat der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und dem Institut für Romanistik der Universität Wien für die Förderung dieser Publikation.

      Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

      Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

      Deutsche Originalausgabe

      Alle Rechte vorbehalten

      © Argument Verlag 2010

      Glashüttenstraße 28, 20357 Hamburg

      Telefon 040/4018000 – Fax 040/40180020

       www.argument.de

      Satz: Iris Konopik

      Umschlaggestaltung: Martin Grundmann,

       www.herstellungsbuero-hamburg.de

      ISBN 9783867549608

      1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2013

      Erste Auflage 2010

      Inhaltsverzeichnis

       Cover

       Titel

       Impressum

       Einleitung

       Discours de M. Nicolas Sarkozy, Président de la République Française

       Université de Dakar – Sénégal Jeudi 26 juillet 2007

       Rede des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy

       Universität Dakar – Senegal Donnerstag, 26. Juli 2007

       Achille Mbembe

       Das Afrika des Nicolas Sarkozy

       Zohra Bouchentouf-Siagh

       Doppelbödigkeit und Geschichtsschacher

       Mwatha Musanji Ngalasso

       Ich bin gekommen, um euch zu sagen …

       Anatomie einer neokolonialen Rede in der Kautschuk-Sprache

       Odile Tobner

       Das Afrikabild der Präsidenten der Fünften Republik Frankreichs

       Demba Moussa Dembélé

       Unkenntnis, Unverständnis oder bewusste Provokation?

       Lye M. Yoka

       Frankophonie: das zweifelhafte Alibi

       Mahamadou Siribié

       Die symbolische Gewalt einer Rede im Dämmerlicht134

       E. H. Ibrahima Sall

       Archipele des Trügerischen

       Théophile Obenga

       Ein Hauptgrund für die Leiden Afrikas: die eurozentrischen Afrikadeutungen

       Djibril Tamsir Niane

       Der Afrikaner soll sich schuldig fühlen

       Kettly Mars

       Echos von jenseits des Atlantik

       Fußnoten

       Weitere Bücher

      Einleitung

      Vorerst die Fakten: Am 26. Juli 2007 hat der französische Staatspräsident in Dakar, der Hauptstadt des Senegal, an der Université Cheikh Anta Diop, eine Rede gehalten. Sie richtete sich an die Jugend Afrikas und hatte als Hauptthema die Zukunftsperspektiven des südlichen Nachbarkontinents im Zusammenhang mit dessen Beziehungen zu Europa. Die Worte des Nicolas Sarkozy wurden in der internationalen Presse kommentiert, keineswegs unkritisch, aber nicht mit jener Heftigkeit, welche die Reaktionen von zahlreichen Intellektuellen aus verschiedenen afrikanischen Ländern kennzeichnete. Es ist nicht übertrieben, von einem Aufschrei der Empörung zu sprechen. Den Anfang machten Artikel in der Presse. Besonders gewichtig aber fiel ein vom Pariser Verlag Éditions ­Philippe Rey herausgebrachter Sammelband mit 23 Essays aus, die mit Sarkozy und seinem Sonderbeauftragten Henri Guaino, der die Rede von Dakar konzipiert hatte, hart ins Gericht gingen. Von diesem Buch ist Anfang 2009 eine Taschenbuchausgabe ­erschienen.1

      Der vorliegende Band enthält Übersetzungen ausgewählter Beiträge aus der erwähnten Sammlung, die sich in der französischen Fassung als »Antwort Afrikas auf Sarkozy« präsentiert, sowie die deutschsprachige Version einer der ersten Stellungnahmen zu der Sarkozy-Rede in der afrikanischen Presse.2 Die Herausgeber und die ÜbersetzerInnen kommen aus der Sprach- und Literaturwissenschaft und sind mehr oder weniger eng mit der Forschung und Lehre am Institut für Romanistik der Universität Wien verbunden. Die Klarstellung ihrer Motivation, sich mit einem hochpolitischen Projekt an die Öffentlichkeit der deutschsprachigen Länder zu wenden, ist sicherlich ein Gebot der intellektuellen Redlichkeit – nicht zuletzt im Hinblick auf das Weiterlaufen der einschlägigen Kontroversen. Sowohl in Afrika als auch in Frankreich sind von 2007 bis zur Gegenwart viele Kommentare abgegeben worden. Die meisten, aber nicht alle, richteten sich gegen Sarkozy und seine Rede. Einige afrikanische Regierungschefs haben sich