Название | Bewusstheit LEBEN – Impulse und Praxis für mein authentisches Sein |
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Автор произведения | Marija Mischkulnig |
Жанр | Сделай Сам |
Серия | |
Издательство | Сделай Сам |
Год выпуска | 0 |
isbn | 9783985515714 |
Gemessen daran, welch reichhaltige technische Erfindungen der Mensch imstande war zu entwickeln und zu erforschen … so dürfte auch das innere Spektrum des wahrhaftigen Menschseins als sich entwickelndes Wesen noch enorm und vielfältig zu erweitern sein.
Vorstellungen und Vorstellungsgewohnheiten zwingen unseren Körper und unsere Seele, ein Erfüllungsgehilfe zu werden – unabhängig davon, ob es gesund ist oder nicht.
Über die Jahrzehnte meiner Lebens- und beruflichen Praxis habe ich eine wesentliche Ansicht über die Gesundung und den Gesundungswunsch der Menschen geändert: Ein vormaliger Denkansatz von mir war gewesen, dass solange der Mensch sein Streben nach dem Glück nicht aufgibt und dann auch noch herausfindet, was ihn wirklich glücklich macht; sobald er es dann schafft, das Glück auch anzunehmen – die Fülle dieser Welt –, er auch bemerken wird können, dass Gesundheit ein glückseliger Zustand ist und dass er einfach nur zu lernen braucht, sich dagegen nicht zu verwahren.
Das Motiv der Glückseligkeit im Hier und Jetzt ist ein hohes spirituelles Motiv, und viele spirituell ausgerichtete Menschen (und auch Meister) sind auf diesem Weg schon weit gekommen.
Im Grunde habe ich nach wie vor noch diese Meinung – jedoch erweitere ich meine Sichtweise mit dem Erkennen, dass das gezielte Definieren vom Gesundheits- und Glückszustand das Leiden, die Missverständnisse als auch das Stressverhalten zeitlich eventuell auch unermesslich verlängern kann.
Betrachte ich den gesundheitlichen Aspekt und die Balance, um körperlich und geistig bzw. ganzheitlich gesund zu leben und gesund zu sein, meine ich, einen wesentlichen anderen Schritt hervorheben zu müssen: Das Glück als Nebeneffekt zu sehen und einzuordnen. So entsteht die Möglichkeit, von der Glücks- und Spielsucht, die sich in den Menschen breitgemacht hat, langsam und stetig loszukommen. Damit hätten wir auch die dominierenden Machtsysteme und Systeme an sich, die nicht gesund erhaltend sind, ebenfalls im Augenmerk …
Nun, der erste Schritt zum Menschen, welcher die eigene Würde ganzheitlich auf allen Ebenen zu erkennen imstande ist, wäre der Weg in die gesunde Balance: in ein Leben, das der eigenen Seele und der eigenen Mitte gerecht wird.
Der Friede und die Zufriedenheit sind gesundheitserhaltende Faktoren – natürlich gepaart mit Handlungsspielraum, klarem und mutigen Auftreten und dem Verhalten der Selbstbestimmung.
Ein Mensch, der sich bewusst ist, dass er kein Instrument ist, das über menschliche Überlebenssysteme in die Funktionalität gezwungen wird, muss sich nicht von der Lebendigkeit – das Herz der gesunden Lebensenergie – ausschließen.
Wesentliche gesundheitsfördernde Erkenntnisse, die auch das Thema Balance betreffen, lassen sich in der Regel über eine Zeitspanne erfahren.
Das leichtsinnige Aufgeben des einfachen gesunden Prinzips, die Verführung, Versprechungen zu folgen, als auch Experimentierfreudigkeit führen zu vielen Erfahrungen, die jede lebende Person für sich auswerten kann. Auch über das Erfahren des „Gegenteils“ kann schlussgefolgert und die eigene Mitte ausgelotet werden. Denn das hiesige Leben ist ja auch ein Spiel- und Entwicklungsfeld.
Sobald beim Sammeln der Erfahrungen die gesunde Balance verloren geht bzw. ignoriert wird, wird dies in Form von Signalen, die Körper, Geist und das emotionale Belastungsfeld aussenden, angezeigt. Wie gut und sinnvoll dieser Mechanismus ist, um uns Menschen wieder „zur wahrhaftigen Vernunft“ anzuspornen! – zu einer Vernunft, die nicht moralisieren muss, denn es ist das lebendige Leben selbst, das Lebenszeichen schickt, um wieder zur lebendigen Essenz zurückfinden zu können.
Im Grunde will sich die Mitte, die Balance und die Sprache der Seele, der friedliche Seelenraum immer wieder aus dem Selbstheilungsmechanismus heraus herstellen und erneuern.
Wird über Jahre in sehr anstrengende Verhaltensmuster investiert, kommt dann zu einem bestimmten Zeitpunkt die Umkehrung: das Balancesignal, das Stopp: So geht es nicht weiter! Es wird ein Ausgleich geschaffen zur bisherigen Phase der (Über)Anstrengung.
Auch Unterforderung ist eine Form der Disbalance; das eigene Potenzial nicht ernst zu nehmen und nicht zu erkennen, ebenso.
Gesundheitsfördernd betrachtet ist es möglich, sehr auf diese Balance bedacht zu sein. Zum Beispiel kann man bei körperlicher Anstrengung oder bei geistiger Konzentration sehr bewusst diese Basis der eigenen Mitte leben und nutzen!
Eine Mitte kann sein, sich körperlich in einer wachen, mittleren Muskelspannung zu befinden, angemessen – die Kraft wird hierbei aus der Entspannung und gleichzeitig aus der wachen Spannung geschöpft – eine gesunde Mischung, die Kraft auch passiv zulassend in Fluss zu setzen als auch engagierend in wacher Spannung.
Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Muskeln stärken und aufbauen, ohne übereilt ans Ziel gelangen zu müssen. Dieser Ansatz ist sowohl für jüngere als auch ältere Menschen sinnvoll, da sehr lebensfreundlich, lebensbejahend und „substanzerhaltend“ in der Herangehensweise und im Erleben.
Die meisten „Sünden“ erlauben wir Menschen uns, wenn wir vor Kraft strotzen – wir spielen mit dem Feuer und leider kann dies oft auch wirklich schief gehen. Schädigendes eingeübtes Verhalten lässt sich oft (im reiferen Alter) nicht von heute auf morgen umlernen oder abgewöhnen, und so kann man an den Punkt gelangen, wo man einfach „vom Stoppsignal“ vor vollendete Tatsachen gestellt wird.
Das rettende Stoppsignal hat sich in Gang gesetzt, doch stehen wir dann zu oft ohne eine andere gesunde und bereits eingeübte Möglichkeit da. Wir dürfen zwar neu beginnen, wissen aber nicht wie und wo ansetzen. Die Not bringt die erforderliche Motivation – und nun geht es daran, eingeprägte und eingeschweißte Denk- und Handlungsweisen zu verändern –, um zu einem dauerhaften und keinem nur vorübergehenden Erfolg zu kommen. Und schon sind wir wieder auf dem Selbstfindungsweg, auf dem Weg zur Mitte: Körper, Seele und Geist wollen gesehen, gehört und in Einklang gebracht werden!
Viel, viel zu entdecken, zu lernen, zu entwickeln, zu erfahren, zu integrieren, auszuwerten – ohne Aufwand wird dies nicht gehen können. Man kann unterstützt werden, doch das Wiederfinden der Balance kann nicht jemand anderer für uns übernehmen; auch das Befolgen allein reicht nicht aus oder in Abhängigkeiten verharren – LEBEN will von einem SELBST gelebt SEIN! Anders geht das nicht!
PRAXIS-Teil
ERKENNEN
Formuliere dir deine persönlichen ERKENNTNISSE und nutze auch das im Impulsteil Gelesene dazu!
Schreibe diese spontan auf.
Formuliere mit deinen eigenen Worten:
… der Rhythmus der gesunden Mitte.
… immer wieder zur Balance gehend.
… die gesunden Signale des/meines Körpers.
… Bewusstheit erweitern statt funktionieren.
… der Nebeneffekt zur Gesundheit ist Glück.
… die Kraft aus dem Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung.
… weitere persönliche Erkenntnisse, die ich wiederholt neu auffrischen möchte.
WAHRNEHMEN
Meine Bewusstheit stärken und erweitern
Während du die folgenden Zeilen liest, fühle sie … erlaube, dass sie zur lebendigen Empfindung werden:
… Atem. Mein Atem. Mein Atem bewegt. Ein und Aus. Rhythmus. Diesen Atemrhythmus wahrnehmen. Mit diesem Atem sein. Meinen Atem spüren. Mein Atem bewegt mich. Bewegt. Die Stille in mir. Ausdehnen. Loslassen. Ausdehnen. Loslassen. Zeit geben. Zeit für die Stille in der Mitte des Ausdehnens und des Loslassens.