Современная зарубежная литература

Различные книги в жанре Современная зарубежная литература

Парижские сестры

Фиона Валпи

Париж, 1940 год. Оккупированный нацистами город, кажется, изменился навсегда. Но для трех девушек, работниц швейной мастерской, жизнь все еще продолжается. Каждая из них бережно хранит свои секреты: Мирей сражается на стороне Сопротивления, Клэр тайно встречается с немецким офицером, а Вивьен вовлечена в дело, подробности которого не может раскрыть даже самым близким друзьям. Спустя несколько поколений внучка Клэр, Гарриет, возвращается в Париж. Она отчаянно хочет воссоединиться с прошлым своей семьи. Ей еще предстоит узнать правду, которая окажется намного страшнее, чем она себе представляла. По крупицам она восстановит историю о мужестве, дружбе, стойкости и верности. Историю обыкновенных людей, вынужденных совершать необыкновенные поступки в суровое военное время.

Квартира в Париже

Гийом Мюссо

Что может быть ужаснее, чем искать уединения и оказаться в одной квартире с незнакомцем? Маделин Грин, в прошлом офицер полиции, а сегодня просто несчастная женщина, которую бросил любимый человек, сняла квартиру в Париже. По недоразумению ту же квартиру снял драматург Гаспар Кутанс – мизантроп, умеющий работать только в одиночестве. Это недоразумение могло бы стать просто досадным эпизодом в жизни обоих, если бы не очень важное обстоятельство: раньше квартира принадлежала известному художнику Шону Лоренцу, который умер, потому что был не в силах пережить смерть своего сына Джулиана. Маделин и Гаспар воссоздают шаг за шагом его жизнь после исчезновения Джулиана и обнаруживают, что с этим делом связана тайна. И не исключено, что Шон был буквально в шаге от ее разгадки, но смерть помешала ему довести расследование до конца. И теперь это предстоит сделать им – Маделин и Гаспару. Бывшей полицейской и драматургу-мизантропу. И как знать, возможно, вместе с разгадкой они найдут и самих себя.

Последний романтик

Тара Конклин

"Последний романтик" – семейная сага нового формата. История четверых детей, которые рано лишились отца и, в некоторым смысле, матери и теперь учатся справляться с вызовами современного, слишком быстро меняющегося мира. У них разные пути и разные судьбы, но только вместе им удастся преодолеть все преграды на пути к становлению личности. Вот только не каждому дано пройти этот сложный путь.

Glücklicher als gedacht

Antoine Laurain

Antoine Laurain, wie wir ihn lieben: voller Charme und Esprit und immer für eine Überraschung gut.
Schon seit Jahren ist François Heurtevent Bürgermeister von Perisac, die Leute mögen ihn, seine Wiederwahl gilt als sicher. Doch dann geschieht das Unglaubliche, und ein windiger Konkurrent setzt sich gegen ihn durch. Niedergeschlagen räumt François sein Rathaus, da fällt es ihm in die Hände: sein Klassenfoto, dreißig Jahre alt, darauf lauter junge Gestalten, vor denen die Zukunft wie ein zauberhaftes Geheimnis zu liegen scheint.
Kurzerhand beschließt François – schließlich hat er jetzt Zeit -, die Kameraden von früher aufzuspüren. Ob Pfarrer, Friseurin oder Pornoregisseur – bei seinen Begegnungen wird François klar, auf welch unterschiedliche Weise sich das Glück im Leben darstellen kann. Doch wird er selbst es wiederfinden, jetzt, wo sich die Hinweise auf einen Wahlbetrug verdichten?

Aus der Deckung

David Lopez

Boxen, dealen, Karten spielen und ein bisschen Voltaire: In einer Kleinstadt mit endlosen Reihenhaussiedlungen irgendwo in der Provinz vertreiben sich Jonas und seine Kumpel die Zeit. Für sie ist es nicht Tristesse, sondern ihr Zuhause. Hier können sie große Töne spucken, hier werden sie respektiert. Ab und zu landet einer von ihnen im Knast. Jonas hat das Zeug zum Profiboxer, aber nicht den Elan. In der Hipster-Bar in der nahen Großstadt oder auf der Studentenparty machen er und seine Kumpel Stress, verlieben sich in Frauen, die für sie nicht infrage kommen, versuchen erst gar nicht, akzeptiert zu werden. Sie reden zwar vom Ausbruch, doch wem er gelingt, der gehört nicht mehr dazu.
Mit großer erzählerischer Kraft und voller Poesie zeichnet David Lopez das lebendige Bild einer Generation, die sich selbst abgehängt hat. Der Roman über das Erwachsenwerden in einer Welt, die nichts verspricht, hat in Frankreich einen Nerv getroffen.

Die reiche Zukunft hat ein Double

Christine Schick

Frankfurt 2040: Unbemannte Sanitätsdrohnen, die Hilfe vorgaukeln, Kommunikatoren, die ihre Besitzer fest im Griff haben, und ein omnipotenter Überwachungsstaat. Hacker Malik Cerny versucht, so wenig wie möglich mit den Machern seiner Gegenwart in Berührung zu kommen. Doch als er zusehen muss, wie ein junger Mann fast stirbt, läuft er gegen den Technikapparat Sturm – und landet in der Höhle des Löwen. Bei der Strafarbeit in der Edelkantine eines der größten IT-Unternehmen stößt er auf ein Zukunftsszenario, das selbst seine kühnsten Horrorvorstellungen übertrifft. Er setzt alles daran, damit es weiterhin ein Leben jenseits von gnadenloser Selbstkontrolle, Anpassung und Ausmusterung geben kann.

Letzte Erzählungen

William Trevor

Das Vermächtnis und geniale Abschiedsgeschenk eines großen Schriftstellers.
William Trevors Erzählungen beleuchten die Abgründe menschlichen Daseins und werfen Licht auf Momente von existentieller Bedeutung. Da ist etwa das Mädchen, dessen tot geglaubte Mutter sich als höchst lebendig und kerngesund herausstellt. Oder die Klavierlehrerin, die die Diebstähle ihres Schülers stillschweigend hinnimmt, weil er so wunderbar spielt. Und der italienische Cafébesitzer in London, der sein Café nach der Frau benennt, die ihn verlassen hat. Einfühlsam, tiefgründig und mit stilistischer Raffinesse erzählt Trevor von den Leben ganz gewöhnlicher Menschen in einer Welt, in der das Glück vorübergehend und nur unter Vorbehalt zu genießen ist, in der die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt und zufällige Begegnungen die Einsamkeit für einen Moment vertreiben können.

Ich rede von der Cholera

Heinrich Heine

Heinrich Heines Reportage über die Cholera aus dem Jahr 1832 ist einer der eindrücklichsten Texte, die jemals über eine Pandemie geschrieben wurden. – 1831 ging Heinrich Heine nach Paris, von wo er als Journalist für die Augsburger »Allgemeine Zeitung« schrieb. Sein bei weitem erschütterndster Bericht erschien am 20. April 1832, als in der französischen Hauptstadt in den ersten Frühlingstagen die Cholera ausbrach. Heines Reportage ist ebenso schonungslos wie beklemmend aktuell: Die Krankheit war zuvor bereits in einer anderen Stadt, in London, ausgebrochen, und doch hatte man ihr in Frankreich sorglos entgegengesehen. Aber bald schon liegen Leichen in den Straßen, und es grassieren Gerüchte und Fake News. Heine erlebt, wie die Stadt schließlich wie ausgestorben scheint: »Mehrere Abende sah man auf den Boulevards wenige Menschen und diese eilten schnell aneinander vorüber, die Hand oder ein Tuch vor dem Munde.« Er nimmt zu Protokoll, wie die unsichtbare Bedrohung das Schlechteste in den Menschen hervorbringt, und erkennt vor dem Hintergrund der Epidemie schließlich auch die großen sozialen Fragen – nicht nur seiner Zeit.